Felssturzgefahr: Strasse und Wanderwege gesperrt
Im Gebiet Matlusch oberhalb von Fläsch besteht die Gefahr eines grösseren Felsabbruchs. Aus Sicherheitsgründen sind die Strasse Richtung St. Luzisteig, mehrere Wanderwege und ein Klettergarten bis auf Weiteres gesperrt. Für das Dorf selbst besteht derzeit keine Gefahr.
Oberhalb der Bündner Gemeinde Fläsch haben sich Felsbrocken gelöst. Die instabile Felspartie im Gebiet Matlusch stellt eine erhebliche Gefahr für Personen dar, die sich auf der darunterliegenden Strasse oder den umliegenden Freizeitwegen aufhalten. Deshalb hat die Gemeinde auf Empfehlung des Kantons Graubünden vorsorgliche Sperrungen angeordnet. Bereits vor knapp zwei Wochen meldeten die Gemeindebehörden dem Kanton die auffälligen Felsbewegungen. Nach einer Beurteilung der Situation empfahlen die zuständigen Fachleute, den betroffenen Strassenabschnitt Richtung St.Luzisteig sowie die Wanderwege und den Klettergarten zu schliessen. Wie Andreas Huwiler vom kantonalen Amt für Wald und Naturgefahren gegenüber dem Nachrichtenportal «Südostschweiz» erklärte, könnten einzelne Felsblöcke mit einem Volumen von zehn oder mehr Kubikmetern auf die Fahrbahn stürzen. Wie lange die Sperrungen bestehen bleiben, ist derzeit offen. Entscheidend ist, welche Sicherungsmassnahmen sich als geeignet erweisen. Zur Diskussion stehen unter anderem das gezielte Abtragen instabiler Felsbereiche, eine Stabilisierung mit Beton, die Installation von Schutznetzen oder eine technische Überwachung. Auch eine kontrollierte Sprengung oder eine dauerhafte Strassensperrung sind mögliche Optionen. Die St.Luzisteig bleibt trotz der Einschränkungen erreichbar. Verkehrsteilnehmende können den Pass weiterhin über Maienfeld oder Balzers FL anfahren. Für die Bevölkerung von Fläsch besteht nach Einschätzung der kantonalen Fachstelle aktuell keine unmittelbare Bedrohung.