Ausschaffungen unzureichend umgesetzt
Graubünden
12. Dezember 2025

Ausschaffungen unzureichend umgesetzt

Die neusten Zahlen des Staatssekretariats für Migration (SEM) zeigen ein Bild, das die SVP Graubünden alarmiert: Nur 71,4 Prozent der kriminellen ausländischen Täter werden in unserem Kanton tatsächlich ausgeschafft. Während Kantone wie Zug, Glarus oder beide Appenzell 100 Prozent der verurteilten ausländischen Straftäter des Landes verweisen, bleibt Graubünden im Mittelfeld hängen. Das dürfen wir nicht akzeptieren.

Vito Gaio

Seit der Annahme der Ausschaf-fungsinitiative im Jahr 2010 ist klar, was die Bevölkerung will: Wer in unserem Land schwere Straf-taten begeht und keinen Schweizer Pass besitzt, hat die Schweiz zu ver-lassen. Punkt.

Keine einheitliche Praxis

Doch statt einer konsequenten und einheitlichen Praxis herrscht weiterhin ein Flickenteppich. Ge-wisse Kantone weigern sich trotz Katalogstraftaten (schwere Straf-taten, die bei verurteilten Auslän-dern automatisch einen Landesver-weis auslösen), eine Ausschaffung durchzusetzen. Graubünden liegt mit 71,4 % Ausschaffungen nur im Durchschnitt und weit weg von einer konsequenten Umsetzung des Volksentscheids. National wer-den nur 38 Prozent der verurteilten Mörder und unter 50 Prozent der Sexualstraftäter ausgeschafft. Diese Zahlen sind schlicht unverständlich.

Die SVP Graubünden fordert
1) Eine konsequente Umsetzung der Ausschaffungsinitiative auch in Graubünden. Ziel muss mindestens die Vollzugsquote der Ostschweizer Kantone sein.
2) Eine klare Einschränkung der Härtefallklausel.
3) Volle Transparenz darüber, wa-rum Ausschaffungen in unse-rem Kanton scheitern, sei es an fehlender Kooperation, an Gerichtsentscheiden oder an der Verwaltungspraxis.
Die Meinung des Parteipräsidenten
Parteipräsident und Nationalrat Roman Hug sagt dazu: «Wenn andere Kantone jeden einzelnen Straftäter ausschaffen und Grau-bünden nur im Mittelfeld landet, dann haben wir ein Vollzugspro-blem. Die Bündner Bevölkerung hat ein Anrecht darauf, dass ge-fährliche Täter unser Land konse-quent verlassen.» Die SVP Graubünden erwartet vom Kanton eine klare Kurskor-rektur. Wer unsere Sicherheit ge-fährdet oder unser Gastrecht missbraucht, hat kein Anrecht, hier zu bleiben. Die Bevölkerung hat ihren Willen klar formuliert. Jetzt muss dieser endlich konse-quent umgesetzt werden.
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