Ausschaffungen unzureichend umgesetzt
Die neusten Zahlen des Staatssekretariats für Migration (SEM) zeigen ein Bild, das die SVP Graubünden alarmiert: Nur 71,4 Prozent der kriminellen ausländischen Täter werden in unserem Kanton tatsächlich ausgeschafft. Während Kantone wie Zug, Glarus oder beide Appenzell 100 Prozent der verurteilten ausländischen Straftäter des Landes verweisen, bleibt Graubünden im Mittelfeld hängen. Das dürfen wir nicht akzeptieren.
Seit der Annahme der Ausschaf-fungsinitiative im Jahr 2010 ist klar, was die Bevölkerung will: Wer in unserem Land schwere Straf-taten begeht und keinen Schweizer Pass besitzt, hat die Schweiz zu ver-lassen. Punkt.
Doch statt einer konsequenten und einheitlichen Praxis herrscht weiterhin ein Flickenteppich. Ge-wisse Kantone weigern sich trotz Katalogstraftaten (schwere Straf-taten, die bei verurteilten Auslän-dern automatisch einen Landesver-weis auslösen), eine Ausschaffung durchzusetzen. Graubünden liegt mit 71,4 % Ausschaffungen nur im Durchschnitt und weit weg von einer konsequenten Umsetzung des Volksentscheids. National wer-den nur 38 Prozent der verurteilten Mörder und unter 50 Prozent der Sexualstraftäter ausgeschafft. Diese Zahlen sind schlicht unverständlich.
