Regierung erhöht Vermögensfreibeträge in der Sozialhilfe
Graubünden
22. Januar 2026

Regierung erhöht Vermögensfreibeträge in der Sozialhilfe

Die Regierung genehmigt die Teilrevision der Ausführungsbestimmungen zum kantonalen Unterstützungsgesetz (ABzUG). Damit passt sie die Vermögensfreibeträge in der Sozialhilfe an die revidierten Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) an. Die Verordnungsrevision tritt per 1. Februar 2026 in Kraft.

Christian Imhof

Die geltenden Vermögensfreibeträge stammen aus dem Jahr 1989 und blieben während rund 35 Jahren unverändert. Angesichts der seither stark gestiegenen Lebenshaltungskosten bestand dringender Anpassungsbedarf. Der Landesindex der Konsumentenpreise ist seit Ende der 1980er Jahre um fast 50 Prozent gestiegen. Entsprechend werden die Vermögensfreibeträge um 50 Prozent erhöht.

Die Vermögensfreibeträge werden bei der Berechnung der Unterstützungsbedürftigkeit und der Bemessung der Unterstützung nicht angerechnet. Sie schaffen Handlungsspielraum bei unvorhergesehenen Ausgaben während des Sozialhilfebezugs und ermöglichen eine begrenzte eigenverantwortliche Vorsorge. Sie setzen Anreize, die eigene Situation aktiv zu verbessern. Daneben sind vor allem Haushalte mit geringen finanziellen Mitteln besonders stark von der Teuerung betroffen. Die Anpassung der Freibeträge gemäss Teuerungsentwicklung stärkt damit die soziale Absicherung und trägt zu einer zeitgemässen Ausgestaltung der Sozialhilfe im Kanton Graubünden bei.

Verwandte Artikel
Ostschweizer Kantone treffen Bundesrätin Karin Keller-Sutter
Aktuell, Graubünden
Unlock Content
Eine Regierungsdelegation der sieben Ostschweizer Kantone hat sich mit Bundesrätin Karin Keller-Sutter ausgetauscht. Im Zentrum standen Themen mit Bezug zur Ostschweiz. Die Kantone informierten die Bundesrätin über ihre Anliegen zu PFAS-Chemikalien und dem Ausbau der Verkehrsinfrastruktur bis 2045. Ausserdem wurde der 3a-Abzug für Grenzgänger mit Wohnsitz in der Schweiz und Arbeitsort in Liechtenstein thematisiert.
Juni 9, 2026
Im Rahmen der Sommersession der Eidgenössischen Räte hat sich eine Delegation der Mitgliedskantone der Ostschweizer Regierungskonferenz (ORK) mit der ...
Beim Schwimmen in Seen und Flüssen gehört die Boje dazu
Aktuell, Graubünden
Unlock Content
Jedes Jahr ertrinken in der Schweiz beim Baden und Schwimmen in Seen und Flüssen rund 25 Menschen – oft in scheinbar vertrauten Gewässern. Fast 40 % aller Badenden sind noch immer ohne Auftriebsmittel im Fluss unterwegs. Besonders ältere Erwachsene schwimmen überdurchschnittlich oft allein und ohne Schwimmboje. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung lanciert deshalb pünktlich zur Badesaison 2026 die Kampagne «Nie ohne meine Boje».
Juni 9, 2026
Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) analysiert seit Jahren das Verhalten von Schwimmenden in Schweizer Seen und Flüssen. Die Erhebung 2025 z...
Einblick in die Baustelle <br> des neuen Fachhochschulzentrums
Aktuell, Graubünden
Unlock Content
Heute Montag erhielten Medienschaffende im Rahmen eines geführten Rundgangs erstmals Einblick in die grosse Baustelle des neue Fachhochschulzentrums Graubünden in Chur. Der Neubau schafft Räume und Infrastrukturen für zukunftsorientiertes Studieren und Forschen. Der Bezug ist für Mitte 2028 geplant.
Juni 8, 2026
Knapp eineinhalb Jahre nach dem Spatenstich für das neue Fachhochschulzentrum Graubünden hat das Hochbauamt unter Beisein von Regierungsrätin Carmelia...
Wachsende Sorge vor Stromlücke in der Schweiz
Aktuell, Graubünden
Unlock Content
Die Sorge um die Stromversorgungssicherheit in der Schweiz wächst spürbar – und mit ihr der Ruf nach raschen, wirksamen Lösungen. Laut einer Umfrage von gfs.bern im Auftrag des Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) zeigt sich die Schweizer Bevölkerung zunehmend technologieoffen und ist bereit, klare Prioritäten zugunsten von sicherem und bezahlbarem Strom zu setzen. 
Juni 8, 2026
Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie: 58% zeigen sich besorgt über die langfristige Stromversorgungssicherheit. 64% bezweifeln, dass erneuerbare En...
Bund beteiligt sich wieder stärker am Herdenschutz mit Hunden
Aktuell, Graubünden
Unlock Content
Graubünden
Die Regierung passt die kantonale Finanzierung des Herdenschutzes mit Hunden aufgrund der stärkeren Kostenbeteiligung des Bundes an.
Juni 4, 2026
Die Regierung passt die Finanzierung des Herdenschutzes mit Herdenschutzhunden für die Jahre 2026 bis 2028 an die erhöhten Bundesbeiträge an. Im Jahr ...
Nein-Trend bei SVP-Initiative
Aktuell, Graubünden
Unlock Content
Graubünden
Die Nachhaltigkeitsinitiative hat deutlich an Zuspruch verloren. Gut zehn Tage vor den eidgenössischen Abstimmungen vom 14. Juni deutet vieles auf ein Nein zur Nachhaltigkeitsinitiative hin.
Juni 3, 2026
Laut dem finalen Stimmungsbarometer von YouGov Schweiz würde die Vorlage aktuell von einer Mehrheit der Stimmberechtigten abgelehnt. Nein-Lager legt d...