SVP Prättigau präsentiert Grossratskandidaten
Am 15. April begrüssten die SVP Vorderprättigau und die SVP Mittelprättigau rund 100 Besucherinnen und Besucher zu einem gemeinsamen Wahlanlass bei der Metzgerei Mark. Im Zentrum standen die Grossratskandidaten aus Vorder- und Mittelprättigau sowie Regierungsratskandidatin und Standespräsidentin Valérie Favre Accola. Als Gastredner sprach Nationalrat Mike Egger (SG) zur Nachhaltigkeitsinitiative, Simon Walser erläuterte abschliessend das kantonale Wahlsystem.
Parteipräsident Thomas Dal Ponte eröffnete den Abend und unterstrich die Bedeutung der anstehenden Wahlen vom 14. Juni 2026. Sowohl die Zusammensetzung von Grossem Rat und Regierung als auch die gleichentags stattfindende Abstimmung über die Nachhaltigkeitsinitiative seien von zentraler Bedeutung für Kanton und Land.
Starke Teamaufstellung für das Prättigau
Parteipräsident Thomas Dal Ponte stellte die Grossratskandidaten beider Sektionen vor. Aus allen Kreisen tritt die SVP mit erfahrenen Köpfen und engagierten Neukandidaturen an:
- Kreis Luzein: Martin Küng (Grossratskandidat)
- Kreis Küblis: Thomas Gort (bisheriger Grossrat)
- Kreis Jenaz: Fabio Nespolo (Grossratskandidat)
- Kreis Schiers: Thomas Roffler (bisheriger Grossrat), Martin Wieland (bisheriger Grossrat-Stv.), Nico Brenn (bisheriger Grossrat-Stv.)
- Kreis Seewis: Thomas Dal Ponte (Grossratskandidat)
Verbunden sind die Kandidaturen durch eine gemeinsame politische Grundlinie. Sie stehen ein für einen gesunden Föderalismus, in dem die Gemeinden mehr Eigenverantwortung erhalten. Sie setzen sich ein für eine starke Landwirtschaft und eine konsequente Regulierung der Grossraubtiere. Sie wollen dem Prättigau in Chur eine starke bürgerliche Vertretung sichern. Und sie bekennen sich zu einem lebendigen Dorfleben, in dem Vereine gefördert und Brauchtum gepflegt werden.
Valérie Favre Accola will für den ganzen Kanton kämpfen
Valérie Favre Accola braucht keine lange Vorstellung im Prättigau. Als ehemalige Regionalentwicklerin für die elf Gemeinden von Prättigau/Davos hat sie über Jahre die Anliegen der Region vertreten. Heute steht sie als Standespräsidentin dem Grossen Rat vor und trägt als Davoser Statthalterin Exekutivverantwortung. Wenige Kandidaturen vereinen so viel parlamentarische und exekutive Erfahrung. Dass Engagement für sie auch abseits der Politik kein Schlagwort ist, zeigt ihre Rolle als Präsidentin der Iron Marmots, einem Unihockeyverein mit fast 400 lizenzierten Spielerinnen und Spielern, darunter viele aus dem Prättigau.
In ihrem Referat machte Favre Accola deutlich, was sie antreibt: «Gute Politik benennt Probleme klar und hört den Menschen zu.» In der Regierung wolle sie sich einzig an den Interessen Graubündens messen lassen. Gemeinden, Regionen und KMU müssten wieder gestalten können, statt sich in Bürokratie aufzureiben. Mit einer konsequenten Wolfsregulierung, familienfreundlichen Rahmenbedingungen und einer starken Bildung skizzierte sie weitere Schwerpunkte ihrer Kandidatur.
Favre Accola rief die Anwesenden auf, am 14. Juni geschlossen die Liste 4 zu wählen: «Graubünden braucht mehr SVP im Grossen Rat und eine SVP-Stimme in der Regierung.»
Mike Egger referierte zur Nachhaltigkeitsinitiative
Nationalrat Mike Egger (SG) erläuterte die Argumente für die Nachhaltigkeitsinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz». Die Initiative setze dringend benötigte Leitplanken und sei weder Zuwanderungsstopp noch «Chaos-Initiative», sondern die dringend nötige Antwort auf den Druck auf Infrastruktur, Wohnraum und Service public. Jahr für Jahr wandern gegen 100’000 Personen in die Schweiz ein. Auch bei einer Annahme könnten jährlich rund 40’000 Personen einwandern. Das sind immer noch vier- bis fünfmal mehr, als der Bundesrat bei Einführung der Personenfreizügigkeit versprochen hatte. Von einem Zuwanderungsstopp könne keine Rede sein. Egger unterstrich, dass Valérie Favre Accola die einzige Bündner Regierungsratskandidatin sei, welche die Initiative unterstützt.
Geschlossen in den Wahlkampf
Der Anlass im Lunden machte deutlich, dass die SVP im Prättigau geschlossen in die Wahlen vom 14. Juni 2026 geht. Mit einer breit abgestützten Liste für den Grossen Rat und einer starken Regierungsratskandidatin will die SVP ihre Position im Kanton ausbauen.
Text/Foto: Thomas Dal Ponte/zVg
