«Stillstand ist für mich keine Option»
Am 27. Juni findet in Putz das Folk, Rock & Dance Burg-Festival statt. Neben Four Trick Pony, Chrutstil und der Tänzerin Luisa Mezenen steht auch Frieder Torp dort auf der Bühne. Der in Grüsch aufgewachsene Liedermacher veröffentlicht regelmässig neue Musik. Seit kurzem nicht mehr nur auf Englisch, sondern auch auf Hochdeutsch.
Der Wechsel zur Muttersprache habe sich irgendwie logisch angefühlt, sagt Frieder Torp, denn die sei einfach direkter und ehrlicher. «Englisch hatte für mich immer eine gewisse Distanz.» Zudem höre er selbst vermehrt deutschsprachige Musik. «Ich finde Artists oft authentischer, wenn sie in ihrer eigenen Sprache singen. Mir ist wichtig, mich nicht hinter etwas zu verstecken, sondern möglichst unmittelbar zu sein.» Neben der Änderung der Sprache klingen die neuen Lieder von Frieder Torp auch anders. Seine Musik ist inzwischen elektronischer und weniger klassisch Singer-Songwriter. Er habe bereits zwei Folk-Alben gemacht und wollte sich bewusst weiterentwickeln. «Stillstand ist für mich keine Option. Der neue Sound ist auch durch die Zusammenarbeit mit meinem Produzenten entstanden. Dadurch ist die Musik moderner und poppiger geworden.» Seine Songs entstünden direkt im Studio, ohne klassische Band oder Vorproduktion. «Wir arbeiten oft mit ersten Ideen und setzen diese sofort um. Gitarren sind zentral und analog, vieles wird aber mit Synths und produzierten Beats ergänzt. » Die enge Zusammenarbeit mit dem Produzenten Simon Jäger schätzt Torp sehr. Am besten funktioniere es, wenn nur sie zwei sehr reduziert abgeschottet in den Bergen zusammenarbeiten. Ebenfalls fast in den Bergen ist sein Konzert in Putz im Juni. Die Vorfreude darauf sei sehr gross. Denn es sei eines von wenigen Konzerten dieses Jahr. «Ausserdem sind die Konzerte im Prättigau immer etwas Besonderes.» Auch wenn er in seiner Karriere schon viel im Prättigau gespielt habe, Putz habe auf seiner Liste noch gefehlt. Am Konzert Ende Juni gebe es neben den neuen hochdeutschen Liedern auch Hits wie «The Wild» zu erleben. «Es wird ein Duo-Set mit melancholischer Gitarrenmusik geben. Neben neuen Songs spielen wir auch ältere Songs, reduziert auf zwei Gitarren, zusammen mit Adrian Bissegger.»